Am Donnerstag den 3. Juli 2008 erfolgte in Mauterndorf der Spatenstich zum neuen Beschlägewerk, mit dem zu Beginn 50, im Endausbau rund 400 Arbeitsplätze geschaffen werden.
"Die Ansiedlung von MACO im Lungau zeigt, wie Politik entgegen den Trends der Verlagerung von Arbeitsplätzen in den Osten die Rahmenbedingungen für blühende Unternehmen mitgestalten kann", erklärte dazu Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer, "Für Salzburg und speziell für den Lungau ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze in diesem Segment ein "Jahrhundertereignis", so Haslauer zur größten Betriebsansiedlung seit Sony in Anif vor etwas mehr als 20 Jahren.
Die MACO Baubeschlag GmbH wird künftig in Mauterndorf Sicherheitsschlösser und Teilbereiche der Dreh-Kippbeschläge produzieren. Das neue Werk wird sich in die Bereiche Vorfertigung, Oberflächentechnik, Montage, Lager, notwendige Technikräumen sowie Verwaltung mit den dazugehörigen Sozialräumen untergliedern. Diese Bereiche werden je nach Entwicklung in mehreren Bauabschnitten errichtet, wobei der Endausbau in rund 10 bis 15 Jahren abgeschlossen sein kann, dies natürlich unter den Gesichtspunkten der Entwicklungsmöglichkeiten der MACO Gruppe am Beschlägemarkt. Der verbleibende Freiraum neben den benötigten Umfahrungsstraßen, Manipulation und Parkflächen wird begrünt und lt. Pflanzkonzept mit heimischen Gehölzen bepflanzt.
Ein guter Tag für den Lungau
KR Ernst Mayer betonte: "Als Salzburger Unternehmer bin ich erfreut, dass es uns gelungen ist, die Erweiterungspläne unseres Unternehmens in diesem Bundesland zu verwirklichen. In Mauterndorf entstehen zu Beginn rund 50, später bis zu 400 Arbeitsplätze. Die Entscheidung für den Standort Mauterndorf war auch eine Herzensentscheidung. Unser Unternehmen ist fest in diesem Land verankert, auch wenn wir einen starken Exportanteil haben."
Bürgermeister Wolfgang Eder betonte, dass diese erfreuliche Entwicklung eine sichere wirtschaftliche Basis für viele Lungauer Familien bedeute. "Der neue Produktionsstandort ist auch eine gute Nachricht für viele Mütter und Väter, die nun nicht mehr auspendeln müssen und mehr Zeit mit ihren Familien verbringen werden, statt auf der A 10 unterwegs zu sein. Außerdem erwarte ich gute Chancen speziell für Lungauerinnen, die bisher keine Arbeit gefunden haben. MACO ist eine Riesenchance für sie aber auch für junge Leute, die eine qualifizierte Ausbildung erhalten wollen. Dafür ist MACO ja besonders bekannt", sagte Bürgermeister Eder.
Unternehmen mit Tradition
Das Unternehmen MACO wurde vor 61 Jahren als Handwerksbetrieb von KR Lorenz Mayer in Altenmarkt gegründet. KR Mayer hat fünf Jahre später den Unternehmensstandort aus dem Pongau in die Stadt Salzburg an die Alpenstraße verlegt. An diesem Produktionsstandort begann die Erfolgsgeschichte zweier international äußerst renommierter Salzburger Unternehmen, MACO und dem Nachbarn Porsche. Fortgeführt wurde die Idee des Gründers KR Lorenz Mayer von seinem Sohn, KR DI Ernst Mayer seit 1971.
MACO ist mittlerweile in 35 Ländern – davon in 12 Staaten mit eigenen Tochtergesellschaften – weltweit mit ihren hochwertigen, innovativen, langlebigen und attraktiv designten Baubeschlägen und Sicherheitsschlosssystemen für alle Arten von Fenstern und Türen vertreten. In der MACO-Gruppe sind 2008 fast 1.900 Mitarbeiter im Stammbetrieb in Salzburg, Alpenstraße und in Trieben und weltweit sogar mehr als 2.200 Mitarbeiter beschäftigt. Die nachhaltigen Innovationsleistungen und Forschungsaktivitäten der Fa. MACO können sowohl an den ständigen internationalen Marktanteilsgewinnen gemessen werden als auch an den rund 30 internationalen MACO-Patenten. MACO verfügt über herausragende, die Wettbewerbskraft äußerst positiv beeinflussenden Alleinstellungsmerkmale wie eine äußerst kompetente Forschungs-, Entwicklung und Konstruktionsabteilung, einen äußerst innovativen Sondermaschinenbau, der nicht nur einzelne Maschinen sondern komplette Fertigungsstraßen herstellt bis hin zu einer hoch qualitativen Mitarbeiterqualifizierungs- und Lehrlingsausbildung. Somit ist MACO seinen Mitbewerbern im Bezug auf neue Produkte sowie Fertigungstechnologien immer mehrere Jahre voraus.
"MACO zählt mit einer Exportquote von mehr als 95% der jährlich erzeugten, mehr als 20 Millionen Tür- und Fensterbeschläge sowie innovativer Sicherheitsprodukte zu den auf internationalen Märkten am intensivsten verankerten Leitbetrieben der Salzburger Industrie. Diese nachhaltig hohe Exportleistung ist der Beweis für die permanent erfolgreiche Erfüllung der globalen Marktanforderungen und der Innovations- sowie Technologiekompetenz aber auch des Teamgeistes und sozialen Zusammenhaltes. MACO trägt damit auch wesentlich zum Ausbau der Exportleistungen der Salzburger Wirtschaft nachhaltig bei", betonte Wirtschaftsreferent Wilfried Haslauer.
Bedeutende Rolle in der Ausbildung
Im Unternehmen spielt höchste Qualität, von der Entwicklung über die Fertigung bis hin zur Auslieferung, eine wichtige Rolle. "Dieser hohe Qualitätsstandard wird durch bestens ausgebildete, sehr leistungsbereite Mitarbeiter, deren laufenden Weiterbildung und den nachhaltigen hohen Stellenwert der betriebseigenen Facharbeiterausbildung sichergestellt", so Haslauer weiter. "Wir bilden derzeit vor allem Technik interessierte junge Menschen in zehn besonders anspruchsvollen Lehrberufen wie Werkzeugtechniker, Formenbauer, Mechatroniker, selbst aus. MACO investiert nachhaltig in moderne Technologien, Maschinen und Software zur ständigen Verbesserungen der Lehrlingsausbildung und Weiterqualifizierung der Mitarbeiter", ergänzte KR DI Ernst Mayer.