Eine Erhöhung des Rettungsbeitrages soll finanzielle Entlastung des Roten Kreuzes gewährleisten
Der allgemeine Rettungsbeitrag der Gemeinden und des Landes soll erhöht werden. Eine Novelle zum Salzburger Rettungsgesetz wurde von der Landesregierung bereits "abgesegnet". Auch der Salzburger Gemeindeverband und der Städtebund haben ihre Zustimmung signalisiert. Gemeindebund-Präsident Bgm. Mödlhammer unterstützt die Forderungen des Roten Kreuzes.
Konkret ist eine Erhöhung des Rettungsbeitrages der Gemeinden von derzeit 3,16 Euro pro Einwohner und Jahr auf vier Euro und des Landes von derzeit 3,01 Euro auf 3,80 Euro je Einwohner und Jahr vorgesehen. Diese Anhebung sei notwendig, um dem Roten Kreuz die erheblichen Kostensteigerungen, die über die allgemeine Kostenentwicklung hinaus eingetreten sind, abzugelten, betont Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller.
"Massive Mehrbelastung für das Rote Kreuz"
Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer erklärt im Gespräch mit kommunalnet.at, warum die Aufstockung des Rettungsbeitrages unumgänglich ist: "Die Erhöhung des Rettungsbeitrages wurde deshalb notwendig, weil die Verkürzung des Zivildienstes eine massive Mehrbelastung des Roten Kreuzes zur Folge hatte." Auch erhebliche Mehrkosten für Personal und Kfz seien weitere Faktoren dafür gewesen, dass das Rote Kreuz eine Erhöhung beantragt habe, erläutert Landesrettungskommandant des Salzburger Roten Kreuzes Gerhard Huber. Die Zurverfügungstellung und Verwendung von Zivildienern brächte zusätzliche Kosten, die mit den derzeitigen Rettungsbeiträgen nicht abzudecken seien. Das gleiche gelte für die gestiegenen Kfz-Aufwendungen für die Rettungs- und Krankentransporte aufgrund der Preiserhöhungen für Kfz-Anschaffungen, Instandhaltung sowie Treibstoffe.
Jährliches Defizit von rund einer Million Euro
Präsident Mödlhammer unterstreicht die Bereitschaft zur Unterstützung: "Die Salzburger Gemeinden können auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz zurückblicken und danken für die gute Kooperation. Der Kostendruck für das Rote Kreuz wird immer höher, deshalb haben wir einer Beitragserhöhung zugestimmt." Die Kosten für die Gehälter sind beim Roten Kreuz innerhalb von drei Jahren um 776.500 Euro und die für Kfz um 404.000 Euro gestiegen. Die Einnahmen durch den Rettungsbeitrag sind hingegen nur knapp 165.000 Euro. Insgesamt resultiert daraus ein Defizit von rund einer Million Euro, das durch die Erhöhung des Rettungsbeitrages zum Großteil abgedeckt werden soll. "Durch die Erhöhung des Rettungsbeitrages kann langfristig die Arbeit des Roten Kreuzes auf hohem Niveau gesichert werden", fasst Mödlhammer den Beschluss zusammen.
Ehrenamtliche Mitarbeiter sind unumgänglich
Landeshauptfrau Burgstaller betont, dass das hochqualifizierte Rettungs- und Notfallwesen für die öffentliche Hand ohne die Mitarbeit der mehr als 2.000 ehrenamtlichen Helfer und den zahlreichen unterstützenden Mitgliedern des Roten Kreuzes nicht zu finanzieren wäre.
Veröffentlicht: 12. September 2007
Autor: Iris Freundorfer
Quelle: Land Salzburg